Aktuelles

Offenes Fortbildungsangebot 2017:

Sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen erkennen und traumapädagogisch sicher handeln
und: Kindliches Miterleben häuslicher Gewalt

Jessica rastet öfter mal aus, zertrümmert Sachen in ihrem Zimmer und lässt sich mit Alkohol volllaufen. Außerdem geht sie immer wieder Beziehungen ein, die ihr nicht gut tun. Markus wurde schon wieder beim Klauen erwischt. In der Schule kann er sich nicht konzentrieren. Jetzt ist er auch noch in der Wohngruppe sexuell übergriffig geworden. Melanie ist sehr zurückgezogen und verletzt sich immer wieder selbst.

Sehr oft stehen hinter solchen Verhaltensweisen sexuelle Gewalterfahrungen, von denen die betreuenden pädagogischen Fachkräfte in der Jugend- oder Behindertenhilfe nichts wissen. Sie werden mit extrem starken Emotionen konfrontiert und das Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit ist ihnen nicht fremd. So kommen sie – trotz aller Professionalität – immer wieder an ihre Grenzen.

Um betroffene Kinder erkennen zu können, ihre Symptome zu verstehen und einen angemessenen Umgang damit zu finden, brauchen Fachkräfte Grundlagenwissen und Handwerkszeug für die eigene Arbeit.  Dies brauchen sie auch, um präventiv tätig zu werden.

An vier Seminartagen vermitteln zwei Praktikerinnen mit langjähriger Beratungs- und Fortbildungserfahrung das erforderliche Wissen, Handlungsansätze für Prävention und Intervention und praktische Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Die Seminare finden in kleinen Gruppen mit maximal 15 Teilnehmenden statt, so dass die Möglichkeit besteht, auch die eigenen beruflichen Erfahrungen zu reflektieren.

Die Seminartage bauen aufeinander auf, können aber - nach Rücksprache - auch einzeln besucht werden. Melden Sie sich jetzt an!

Mehr Infos und Anmeldebogen finden Sie hier

Kindliches Miterleben häuslicher Gewalt ist in den letzten Jahren endlich in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt. Inzwischen ist es als eigenständige Kindeswohlgefährdung anerkannt. Viele, die mit Mädchen und Jungen arbeiten, sind jedoch unsicher in der Einschätzung der Problematik und dem Umgang damit. Sie fragen sich etwa:

·         Wie ist die Lebenssituationen betroffener Kinder und Jugendlicher?

·         Wie wirkt sich kindliches Miterleben häuslicher Gewalt aus?

·         Wie bewege ich mich im Spannungsfeld zwischen Kindern und Eltern?

Diese und weitere Fragen beantwortet die Fachberaterin Katrin Hille mit langjähriger Beratungs- und Fortbildungserfahrung und vermittelt das erforderliche Wissen, Handlungsansätze und praktische Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Weitere Infos und Anmeldebogen hier

BeSt -Beraten & Stärken
Bundesweites Modellprojekt 2015-2018
zum Schutz von Mädchen und Jungen mit Behinderung vor sexualisierter Gewalt in Institutionen

Nachdem wir bereits in den Jahren 2011 bis 2014 Teil der Bundesweiten Fortbildungsoffensive waren (s.u.), sind wir erneut ausgewählt worden, auch das Folgesprojekt BeSt mitzugestalten. Träger ist wiederum die DGfPI und gefördert wird das Modellprojekt erneut vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wir freuen uns über das in uns gesetzte Vertrauen!

Ziel von BeSt ist es, Mädchen und Jungen mit Behinderungen nachhaltig vor sexualisierter Gewalt in Institutionen zu schützen. Hierfür bieten wir Einrichtungen der (teil-)stationären Behindertenhilfe sowie inklusiven/integrativen Einrichtungen der Kinder und Jugendhilfe, die an dem Modellprojekt teilnehmen, ein umfangreiches Angebot: MitarbeiterInnen und Einrichtungsleitungen erhalten Fortbildung und Beratung zu Prävention und Intervention. Sie werden dabei unterstützt, Handlungskompetenzen zu erweitern und institutionelle Strukturen zu etablieren, die sexualisierter Gewalt entgegen wirken. Zusätzlich wird für die betreuten Mädchen und Jungen das Präventionsprogramm "STARK mit SAM" der Universität Köln angeboten und die MitarbeiterInnen der Einrichtung darin geschult, dieses Programm selbständig in ihren durchzuführen. 

Haben Sie Interesse an einer Teilnahme? Hier finden Sie ein Kurzkonzept, ein Info-Faltblatt, die Ausschreibung sowie ein Kontaktformular.

Weitere Informationen finden Sie außerdem auf der Homepage der DGfPI.

 

6. bundesweite Fach- und Vernetzungstagung der Interventionsstellen gegen häusliche Gewalt „Lücken im System schließen!

Die Teilnehmerinnen befassten sich im Rahmen von Vorträgen und Workshops mit Zielgruppen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, aber häufig mit unseren Angeboten nicht bzw. nicht ausreichend erreicht werden. Weitere Themen waren „Gewalt in Partnerschaften bei Migrantinnen“, „Umgang mit Hochrisikofällen“,“ Frauen mit Behinderungen, die häusliche Gewalt erleben“, „Gewalt in Teenagerbeziehungen“ u.a.

Innerhalb der Tagung wurde Theorie und Forschung mit praktischen Erfahrungen und aber auch neu entwickelten Konzepten verbunden, so dass den Klientinnen der Interventionsstellen verbesserte Beratungsangebote und Zugangswege zur Verfügung gestellt werden können.

Die Zielsetzung, die Qualitätsstandards zu sichern im Sinne von Austausch über neue Ideen und Best-Practice-Modellen wurde erreicht.

Zusätzlich schafft jede jährlich initiierte Tagung Motivation für die weitere Arbeit und nimmt damit einen wichtigen Baustein in der Burnoutprophylaxe für die Mitarbeiterinnen ein.

Vorträge und Workshops der Tagung nebst Protokollen finden Sie demnächst hier.

 

Tagung: Sichere Orte für Mädchen und Jungen in der Jugend- und Behindertenhilfe Donnerstag, 13. November 2014, 14 bis 18 Uhr, Tagungszentrum an der SternwarteGeismar Landstr. 11, 37083 Göttingen

Als Abschluss der Bundesweiten Fortbildungsoffensive 2010-2014 veranstalten wir diese Tagung, die sich an Verantwortliche und Mitarbeitende der Jugend- und Behindertenhilfe richtet sowie an Verantwortliche aus Regional- und Landespolitik.

In der Veranstaltung wollen wir Entwicklungen und Erfahrungen der letzten Jahre reflektieren sowie fachliche und politische Herausforderungen für die Zukunft herausarbeiten: Welche Probleme und Bedarfe sehen die Einrichtungen? Was brauchen die Mitarbeiter_innen? Welche „Wirkungen“ und „Nebenwirkungen“ hat es, das Thema sexualisierte Gewalt in Einrichtungen zu diskutieren? Welche Wünsche und Forderungen gibt es an (Landes-)Jugendämter und an die Politik?...

Den Eingangsvortrag zum Thema "Anvertraut und ausgeliefert. Zur institutionellen Verantwortung für sexuelle Gewalt in pädagogischen Settings" hält Prof. Kappeler aus Berlin.

Prof. Kappeler war in verschiedenen Berufsfeldern der Sozialen Arbeit tätig und von 1989-2005 Professor für Erziehungswissenschaften/Sozialpädagogik an der TU Berlin. Seit 2005 ist er Unterstützer der Initiative der Ehemaligen Heimkinder und hat viel zu dem Thema veröffentlicht.

Ausführliche Informationen und Anmeldeformular.

Auf der Suche nach den Ursachen sexueller Gewalt

titelte eine Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung, die am 14. Januar in Berlin stattfand. Barbara Kavemann und Thomas Schlingmann aus Berlin, Dirk Bange aus Hamburg und unsere Mitarbeiterin Maren Kolshorn setzten sich mit den Fragen auseinander, warum das Thema Ursachen so wenig diskutiert wird, welche Erklärungsmodelle es gibt und welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind. Mehr Informationen zu der gut besuchten Veranstaltung, in der anschließend angeregt diskutiert wurde und einen Stream in voller Länge sehen Sie hier.

 

Ein Vierteljahrhundert gegen Gewalt  Frauen-Notruf e.V. feiert Jubiläum

„Wir schreiben das Jahr 1988. In den Büros rattern Schreibmaschinen und Telefone haben Schnüre….“ So beginnt der Festschrift-Artikel des Frauen-Notrufs zum 25jährigen Jubiläum.

Vier engagierte Studentinnen trafen sich damals und stellten die Grundpfeiler der Arbeit auf, denen sich auch das heutige professionelle Team noch verpflichtet fühlt: Unterstützung für Betroffene von sexueller Gewalt, Fortbildung, Prävention und Vernetzung. All das auf der Grundlage eines feministischen Gesellschaftsverständnisses, das sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder nicht als individuelles Problem begreift, sondern als alltägliches gesellschaftlich bedingtes Phänomen. Diese Haltung wurde vor 25 Jahren – bestenfalls – belächelt, heute ist sie in Wissenschaft und Praxis anerkannt....

Die vollständige Pressemitteilung vom 12. September 2013 finden Sie hier.

Infopost zu 25 Jahren Frauen-Notruf e.V.

"ein viertel Jahrhundert ist es her, dass einige Studentinnen im winzigen Lager des Frauen-Buchladens Laura das Notruftelefon für „vergewaltigte und sexuell belästigte Mädchen und Frauen“ aufstellten und mit Zirkel und Rubbelbuchstaben den frauenbewegt-pinken Notruf-Aufkleber bastelten. Dieser klebte fortan werbewirksam auf Ampelpfosten und Zigarettenautomaten. Nicht nur die Layout-Technik hat sich seitdem entscheidend verändert…"

So beginnt die aktuelle Infopost zu 25 Jahren Frauen-Notruf e.V. Die vollständige Ausgabe finden Sie hier.

Bundesweites Hilfetelefon geht an den Start

Ab sofort können Frauen, die von Gewalt betroffen sind, sich rund um die Uhr in 16 Sprachen und barrierefrei Unterstützung beim bundesweiten Hilfetelefon holen. Geschulte Beraterinnen geben Halt, Unterstützung und Orientierung und informieren über Hilfsangebote vor Ort.

www.hilfetelefon.de

Kein Raum für Missbrauch

unter diesem Motto läuft seit Januar 2013 für ein halbes Jahr die Kampagne des Unabhängigen Beauftragten zu Fragen des Sexuellen Kindesmissbrauchs J.W. Rörig. Sie richtet sich an Eltern und Fachkräfte, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten und fordert diese auf, sich dafür einzusetzen, dass es in Einrichtungen, wo Kinder lernen, Sport treiben, sich aufhalten usw. Konzepte für den Schutz vor sexuller Gewalt gibt. Viele Informationen und Materialien gibt es unter

www.Kein-Raum-fuer-Missbrauch.de

Neue Impulse - Fachtag zu 10 Jahre Gewaltschutzgesetz am 12.09.2012

Seit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes wurde für eine Verbesserung der Situation von häuslicher Gewalt betroffener Frauen viel erreicht. Der Frauen-Notruf e.V. Göttingen begleitet das Gesetz seit seiner Entstehungsgeschichte. Seit 2003 auch als Interventionsstelle für die pro-aktive Arbeit (BISS), seit 2009 mit der Kinderund Jugendberatungsstelle phoenix.

Auf dem Fachtag im Neuen Rathaus in Göttingen diskutierten knapp 100 Teilnehmer_innen aus zahlreichen Fachrichtungen, (über-)regionaler Politik und Verwaltung über die letzten 10 Jahre Anti-Gewalt-Arbeit und blickten gemeinsam in die Zukunft. Eine große Bereicherung für die moderierten Workshops am Nachmittag stellten die beiden fachkundigen Vorträge der externen Referentinnen am Vormittag dar.

 

Präsentation-Vortrag-Prof.Dr.Kavemann

Präsentation-Vortrag-Herold

Liebe UnterstützerInnen, liebe Interessierte,

in unserer aktuellen Infopost können Sie sich aktuelle Entwicklungen und neue Projekte unseres Vereins informieren.

Reaktion zum Abschlussbericht des Runden Tischs zu sexuellem Missbrauch

Zahlreiche Verbände, Fachstellen und Einzelpersonen begrüßten in einer Pressemitteilung die die geleistete Arbeit des Rundes Tisches. Gleichzeitig bezogen sie kritisch Stellung zu verschiedenen Aspekten des Abschlussberichts und forderten u.a. eine gesicherte Finanzierung der Opferberatungsstellen.

Angebot für Kinder und Jugendliche

Mit dem Projekt phoenix bietet der Frauen-Notruf gewaltbetroffenen Kindern und Jugendlichen seit August 2009 ein eigenständiges Angebot.

Engagieren auch Sie sich für eine gewaltfreiere Zukunft!

Finden Sie die Arbeit des Frauen-Notrufs wichtig? Haben Sie sich von dem Projekt phoenix überzeugt und möchten einen Teil dazu beitragen? Dann unterstützen Sie die Arbeit des Frauen-Notrufs mit einer Spende – oder besser noch mit einer Fördermitgliedschaft! Sie stärken damit die wichtige Arbeit gegen sexuelle und häusliche Gewalt in der Region Göttingen.